Wolke, Das Haus, Langroud
Ali Abdolrezaei
Übersetzerin: Khaleda Martin (Niazi)

Wolke
Als die Nacht anbrach
Die Zeit auf der Flucht war schön anzusehen
Der Morgen wusste nicht um sein Wiederkommen
Die Nacht, gesättigt vom Lichte des Mondes….
Streckte sich auf dem reifen Apfel…
Der neben Adam und Eva den dritten Platz einnahm
Der Mensch, der nicht wusste wohin mit sich?
Nahm den Weg, der später zum Wievielten wurde…
Auf seinem Weg stahl er jedem einzelnen Tag die Sonne …
Das Schiff schenkte er Noah
Das Schwert wurde zum Mittel des Überlebens
Das Feuer zur Macht
Und Dynamit der zweite Name des Menschen…
Dennoch wird immer wieder Tag
Immer wieder bricht die Nacht an…
Und der Tag wird hinter dem braunen Kalb verschwinden…
Nur die Wolke Mutter, die das Kind verloren hat
Im Himmel würde sie sich verlaufen…verloren keine Bleibe finden
Um ihr Kind zu betrauern….
Das Haus
Wie eine Kerze schmelze ich
Um das Feuer in meinem Herzen zu erhalten
Und du mit jedem neuen Pfeil
Öl gießt in das Feuer …
Sag nicht wir haben keine Bleibe
Keinen anderen Weg
Wir sind Dichter!
Ein Weg in das Papier ist immer offen
Am Ende eines meiner schönen Gedichte
Werde ich dir eine ganze Gasse widmen
Und wer weiß?
Vielleicht bauen wir einst ein Haus in dieser Gasse
Langroud
Das Dasein hat mich bereits bei der Geburt
meiner Mutter entfernt
Dennoch trinke ich vom Ufer der eigensinnigen Stadt, die Wurzel im
Wasser hat.
Die Stadt, die dem Meer mit einem Gürtel von Bergen
Und mit ihrem Schal aus Reisfelder trotzt
Von den Teegärten, Maulbeerbüschen
Und einer Kindheit voller Schlummern in den Armen der Reisfelder
Verbannt hat man mich in die Stadt
In der, Schakale die Laute bestimmen
In eine Stadt, deren Himmel sich an viele vergebliche Angriffe erinnert
Angriffe, die ihre Luft aber nicht ändern konnten
Würde die bedrückte Luft dieser Stadt es zulassen
Würde ich den Himmel meiner gestohlenen Stadt auf die Dächer von Paris
aufsetzen
Dann würde das Gedicht, in dessen Zeilen ich wie einer Hund geschwitzt
hatte…
Keine Angst mehr haben….
Bellen würde er!
Jedoch die Luft der Welt ist nicht so, dass die Luft in dieser Stadt
sich ändern könnte
Sollte ich das Loch verlassen
Nicht mehr meine Hände in den Schoß legen
Sollte ich mich von der Luft meiner Poesie betören lassen
Was sollte ich tun?
Im Persischen bin ich ein Zeichen, richtig!
Angenommen, dass ich mit meinen iranischen Gesichtszügen, nichts bewirkt
hätte
Auch richtig
Jedoch verbannt habe ich den Schakal
Der über den Lauten meiner Poesie wachte
Verbannt habe ich ihn aus den Nächten der Stadt
Die sich keinen Himmel leistet
Jedoch Menschen
Eine Stadt selbst Dichter!
Viel zahlt sie für das Wasser
Eine Stadt, die zwar kein Geld hat,
Jedoch Brücken
Brücken, deren Bausteine von meinen Händen geformt wurden
Um die alten Gedichte der anderen zu treffen
Um die Stimmen von Schakalen zu ersetzen
Würde die Stadt auf dem Markt angeboten werden
So würde sie ihre Gesichtszüge nur mit dem Grün ihrer Gärten schminken
Gäbe es ein Paradies
So passierte ein Teil von ihm Jahr für Jahr den Rand dieser Stadt
Die Stadt des Meeres
Freund der Freunde
Stadt von Fischverkäufern
Dem Reismarkt
Der Wege der Trauernächte in Moharem
Am Ufer vom Flusse das Zelt der Verliebten
Und nach dem Fest, der verlassene Platz umfangen von seiner Einsamkeit
Dann der Umzug…
Umzug der mageren Gasse
Mit dem Zähneknirschen Lailys in den Bergen
Wenn das Wetter es erlaubte
Zog Laily sich aus
Um ihr Herz im Meer zu erfrischen
Die Stadt, die ihren Dichter verlor
Und ihren Himmel begrub
Dennoch überließ sie ihren Dichter nicht sich selbst
In seinem Herz blieb sie begraben
Damit die Wolken von Paris
In seinen Augen regnen
Nun regnet es
Sie überlässt mich nicht mir selbst
Die Stadt, die ihre Passanten samt deren mit Öl verschmierten Schuhen
verstaatlicht hat
Die Stadt, die den Fremden,
auch wenn er wie ein Wolf kein Unwetter gescheut hatte
wusste zu bezähmen
Eine Nacht am Rand eines Gedichtes
in dessen Zeilen Lengroud sich wieder einmal einmischte
schrieb sie:
Nun geh!
Denn Langroud, die Stadt der Dichter
Hinkt sogar im Wasser
Geh!